DIE GENERATION Z
- Christine Rautschka

- 12. Nov. 2024
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Dez. 2024
„Sehr selbstbewusst bei eher durchschnittlicher Leistung“ – so beschreibt jemand eine/n Gen Z Kollegin/Kollegen in meiner Umfrage.
Ich bin in meiner Abschlussarbeit für die Ausbildung zum Business-Coach der Frage nachgegangen, wie viel Wahrheit in den weit verbreiteten Aussagen über die Generation Z steckt. Dazu habe ich hunderte Social-Media-Beiträge analysiert, das direkte Gespräch mit der Gen Z gesucht und Business-Coachings durchgeführt.
Dabei stach ein Merkmal besonders hervor: die Unverbindlichkeit dieser Generation. In meinen Coachings zeigte sich, dass ein Großteil von ihnen nach neuen Jobmöglichkeiten sucht, und das, obwohl niemand "unzufrieden" oder gar "sehr unzufrieden" in der aktuellen Position ist! Der Wunsch nach Jobwechsel zieht sich wie ein roter Faden durch alle Gespräche und bestätigt den oft genannten Drang dieser Generation, stets am Sprung zu sein.
Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass es den meisten gar nicht so sehr um den Jobwechsel an sich geht, sondern vielmehr darum, dass sie wenig Skills haben, ihre Anliegen im aktuellen Arbeitsumfeld aktiv anzupacken. Überraschend fand ich dabei auch die verbreitete Haltung, Probleme würden sich von selbst lösen – eine Art stiller Optimismus, der manchmal an der Bereitschaft vorbeigeht, aktiv anzupacken.
Im Coaching sehe ich meine Aufgabe daher darin, diese jungen Menschen zu stärken, ihre Anliegen am Arbeitsplatz klar und selbstbewusst zu formulieren und Lösungswege zu finden, anstatt rasch einen Wechsel anzustreben. Sie sollen ermutigt werden, die alltäglichen Herausforderungen am Arbeitsplatz konstruktiv anzugehen.




